Leopard auf dem Sprung
Friday, October 26th, 2007Yeah! Der TNT Fahrer hat sich schon gewundert, wrum so viele Leute heute diese kleinen, ganz unscheinbaren Päckchen bekommen. Jetzt schnell backuppen und dann wird Leopard auf das 17″ MBP gebügelt.
Yeah! Der TNT Fahrer hat sich schon gewundert, wrum so viele Leute heute diese kleinen, ganz unscheinbaren Päckchen bekommen. Jetzt schnell backuppen und dann wird Leopard auf das 17″ MBP gebügelt.
Google hat in den letzten Tagen zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen etlichen Webseiten und Blogs teils 1 bis 2 Punkte vom Pagerank abgezogen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass insbesonders (vermeintliche) Linkverkäufer damit abgestraft worden sind. Unter Linkverkäufern verstehen wir dabei Webseiten, bei denen man direkte Links kaufen kann, um die eigene Webseite besser in Google zu positionieren.
Die darum entsponnene Diskussion in der “Blogosphäre” finde ich unglaublich ermüdend und kaum zielführend. Fakt ist, Google basiert auf der starken Gewichtung von Links. Das bedeutet, dass Links heute im Internet einen Wert darstellen und Google hat diesen Wert erschaffen. Natürlich nutzen Webseiten-Betreiber diesen Wert nun aus. Es liegt alleine an Google, den hohen Wert dieser Links nach unten zu korrigieren. Ein Abzug von Pagerank-Pünktchen ist sicherlich nicht der richtige Weg.
Der Pagerank bestimmt heute zu einem nicht unmaßgeblichen Teil den Preis, den ein Linkverkäufer für einen einzelnen Link verlangen kann. In Wirklichkeit ist der Pagerank aber natürlich in keinster Weise ein Maßstab für den Wert des Links für die verlintke Webseite. Dafür sind ganz andere Parameter viel mehr ausschalggebend.
Google hätte nicht den Pagrankwert vermindern sollen, sondern einfach hätte still und leise die Linkpower, den Linkjuice, die Autorität der Seite oder wie auch immer man es nennen will entfernen sollen. Das wäre ein wesentlich subtileres Vorgehen gewesen, das von der SEO-Gemeinde nicht so ohne weiteres nachvollziehbar gewesen wäre. Außerdem hätten weiterhin Leute Marketing-Gelder in nun vollkommen unnütze Links gesteckt, welche sie nun für subtilere und außerdem wirkungsvollere Links ausgeben dürften. Klar, die Leute, die sich ein PR-starkes Blog zusammengelinkt haben, würden ein paar hundert oder tausend Euro im Monat machen aber das sind Brosamen im Vergleich zum Revenue, den eine wirklich mit guten gekauften Links versorgte Seite generiert.
Sollen doch die Leute hinter Pagerank-Starken aber in Wirklichkeit recht wertlosen Links hinterherjagen. Das Signal, das Google jetzt an die Linkkäufer- und -verkäufer sendet ist doch ganz klar, die Links noch besser in bereits bestehendem oder extra zu erstellendem Content zu verpacken. Mal schauen, welche deutschen “A-List-Blogger” und Zeitungs-Webseiten demnächst schon mal präventiv Blogbeiträge zum Thema Private Krankvenversicherung und Potenzproblemen schreiben.
Meiner Meinung nach fährt Google mit dieser Pagerank-Korrektur (die alles andere als ein Update ist) eine FUD-Strategie, die auf einem subtileren Weg wesentlich effektiver wäre.
Seit ein paar tagen habe ich meinen iPod-Fuhrpark um den neuen iPod Nano “Fatty” erweitert. Prinzipiell ein tolles Gerät, das sich nun die Oberfläche mit den “großen” iPods teilt und vor allem Video-Playback unterstützt. Am Wochenende konnte ich diese Funktion bei einer ausgedehnten Bahnfahrt auch gleich testen. Geht doch nichts über Diggnation und die GigaOm-Show im ICE. Für Filme ist der kleine Display wohl eher nichts aber für das Playback von Podcasts reicht das kleine, aber sehr gute, Display vollkommen.
Beim Video-Playback ist mir aber auch gleich ein Manko aufgefallen, das echt nervt. Warum zur Hölle muss der Kopfhöhrerausgang an der unteren Stirnseite angebracht sein? Das verhindert wirkungsvoll jeden Versuch, das Gerät irgendwie auf dem Tisch aufzustellen, um im Sitzen komfortabel Videos schauen zu können. Da greift man sich doch echt an den Kopf… Da hat mal eindeutig jemand in der Enticklung dieses Gerätes das Hirn ausgeschaltet. Das gleiche Manko hat auch schon mein alter Nano, wobei es bei dem nicht so negativ auffällt, da er eh kein Video-Playback unterstützt.
Der zweite ärgerliche Punkt ist eigentlich eine Frechheit. Der iPod Nano unterstützt in der neuesten Generation ja auch Spiele aus dem iTunes Store. Für den G5 iPod habe ich zum Beispiel das Spiel Texas Hold’em gekauft und mich schon auf die Bahnfahrt gefreut, um ein paar gepflegte Runden Poker zu spielen. Nix is! Das Spiel wurde nicht auf den Nano synchronisiert. Soweit ich das sehe, muss man die Spiele extra nochmal für den Nano kaufen. In iTunes ist in der Games-Ansicht nun auch explizit aufgeführt, zu welchem iPod die spiele “gehören”. Das wäre wirklich eine bodenlose Unverschämtheit von Apple.

Nachdem vorigen Monat die Wellen um das Linkkauf-Angebot von Yigg hoch geschlagen sind, scheint man beim deutschen Social Media Dienst nun wieder auf dieses Einkommen zu verzichten. Beide Links, die auf der Startseite standen (Jojos Kostenloses Girokonto und Seoigg), sind nun wieder verschwunden.
Hat man es sich bei Yigg anders überlegt und möchte sich nicht mit Google anlegen? Oder sind die Links nur irgendwo tief in der Sitestruktur auf eine gute Content-Seite gewandert?
Update
Auf Anfrage hat Enrico von Yigg bestätigt, dass man keine Links mehr verkauft.
Meiner Meinung nach ist das die richtige Reaktion, da zu viel Staub aufgewirbelt wurde, als dass man unter dem Google-Radar hätte bleiben können. Was für Lehren kann man als Link-Verkäufer daraus ziehen? Niemals, niemals, niemals direkt zu TLA, Teliad, Linklift und Co. verweisen und immer schön diskret bleiben