Die Abblendtaste richtig nutzen

September 26th, 2008

Die meisten Spiegelreflexkameras besitzen eine Abblendtaste. Bei meiner Canon 30D sitzt die Abblendtaste beispielsweise links unten neben dem Objektiv-Bajonett.

Canon 30D Abblendtaste

Canon 30D Abblendtaste

Ich bin mir sicher, dass viele Fotografen diese Taste nicht benutzen. Vielleicht haben viele schon mal drauf gedrückt und sich gewundert, warum auf einmal ein dunkleres Bild im Viewfinder angezeigt wird.

In der Regel ist die Blende eines Objektives bei einer Spiegelrefelxkamera, egal ob Film oder digital, immer komplett geöffnet. Sie zeigt also normalerweise im Sucher das Bild an, wie es mit dieser größten Blende (z.B. 2,8) aussieht. Wenn man nun aber die Blende einige Schritte verringert, verändert sich durch die kleinere Blende die Tiefenschärfe des Bildes. Diese Veränderung wird nicht unmittelbar im Sucher dargestellt. Der Fotograf sieht also das Bild weiterhin mit der größten möglichen Blende und nicht so, wie er es an der Kamera eignestellt hat.
Und dafür gibt es die Abblendtaste. Diese Taste löst also die Blende in der eingestellten Größe aus, damit der Fotograf die Tiefenschärfe beurteilen kann.
Meistens wird das Bild dabei auch noch ein wenig dunkler. Das ist allerdings nur ein Seiteneffekt. Mit der Abblendtaste lässt sich lediglich die Tiefenschärfe einer Bildkomposition beurteilen. Die Helligkeit der Bleichtung wird nämlich weiterhin auch von der Belichtungsdauer beeinflusst.

Also, liebe Fotografen, die Abblendtaste ist ein hilfreiches Mittel um die Bildkomposition zu beurteilen.

Kameras ohne Abblendtaste

Fehlt einer SLR Kamera die Abblendtaste, kann man sich eines alten Fotografentricks bedienen. Dazu wird das Objektiv gelöst und um 1/4 Umdrehung von der Kamera abgeschraubt. Die Schärfe im Sucher sollte nun der tatsächlichen Einstellung der Blende entpsrechen. Danach das Objektiv einfach wieder einrasten lassen und losschießen.

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