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	<title>Onlinenerd24 &#187; jura</title>
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	<description>iPhone Application Development Blog</description>
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		<title>Von gierigen Journalisten und großspurigen Drohungen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 09:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nospam</dc:creator>
				<category><![CDATA[jura]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich betreibe eine Webseite, die von User-Generated content lebt. Und zwar vor allem in Form von Fotos. Natürlich weise ich die User beim Upload darauf hin, dass es verboten ist &#8220;fremde Bilder&#8221;, für die keine Nutzungsrechte vorliegen hochzuladen. Natürlich halten sich einige User nicht daran.
Nun bekam ich im Jahr 2004 einen Brief von einem &#8220;Fotograf&#8221;/&#8221;Journalisten&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich betreibe eine Webseite, die von User-Generated content lebt. Und zwar vor allem in Form von Fotos. Natürlich weise ich die User beim Upload darauf hin, dass es verboten ist &#8220;fremde Bilder&#8221;, für die keine Nutzungsrechte vorliegen hochzuladen. Natürlich halten sich einige User nicht daran.</p>
<p>Nun bekam ich im Jahr 2004 einen Brief von einem &#8220;Fotograf&#8221;/&#8221;Journalisten&#8221;, zusammen mit Screenshots meiner Seite. Er hatte 4 seiner Fotos auf meiner Seite wieder gefunden, die irgend wann einmal von einem User hochgeladen wurden.</p>
<p>Zu zahlen sollte nun seine normale <strong>Lizenzgebühr</strong> für die verbreitung auf elektronischen Systemen plus ein <strong>100%iger Aufschlag</strong> aufgrund der wiederrechtlichen Nutzung sein. Für 8 Bilder belief sich die Rechnung inkl. Mehrwertsteuer auf <strong>12.064,- €</strong>. Garniert war der Brief des &#8220;Fotografen&#8221;/&#8221;Journalisten&#8221; natürlich mit großen Worten wie &#8220;offensichtlich nicht des Ernstes ihres <strong>Verstoßes</strong>&#8220;, &#8220;<strong>gerichtliches Mahnverfahren</strong>&#8221; und &#8220;<strong>Strafanzeige</strong> beim Amtsgericht Ulm&#8221;.</p>
<p>Ein kurzes Telefonat mit meinem <strong>Anwalt</strong> war daraufhin sehr erheiternd. Prinzipiell ist die <strong>Rechnungsstellung</strong> schon korrekt und in einem anderen Fall problemlos möglich. Vor Gericht würde man die Summe im Rahmen eines <strong>Vergleiches</strong> noch deutlich drücken können, aber trotzdem&#8230;<br />
Da jedoch nicht ich die Bidler auf meinen Server geladen hatte kann ich mich in diesem Fall auf §11 des <strong>Teledienstgesetztes</strong> berufen, nach dem ich erst für diese Inhalte verantwortlich bin, nachdem ich von deren Unrechtmäßigkeit erfahren habe. Natürlich habe ich die betroffenen Bidler sofort gelöscht und bin damit meinen Pflichten als <strong>Diensteanbieter</strong> nachgekommen.</p>
<p>Ich habe dem &#8220;Fotografen&#8221;/&#8221;Journalisten&#8221; dann noch kurz meine Sicht der Dinge per Email mitgeteilt. Seie Antwort klang natürlich nicht sehr erfreut und war wiede rmit großspurigen <strong>Drohungen</strong> gespickt. Zu dem Zeitpunkt konnte ich darüber natürlich nur noch müde lächeln. Ebenso über die ein paar Wochen später eintrudelnde <strong>Mahnung</strong>. Das war vorerst der letzte Kontakt mit dem Vogel. Einige Jahre später sollte es allerdings noch mal richtig lustig werden. Doch dazu später mehr.</p>
<p>Was lernen wir daraus? Wenn man den Hals nciht voll genug bekommen kann, sollte man wenigstens wissen, was man macht. Offensichtlich hatte der gute Herr eben nicht die &#8220;Justitiare seines Journalistenverbandes&#8221; konsultiert, wie er großspurig behauptete. Ebenso wurden später nicht &#8220;seine <strong>Anwälte</strong>&#8221; auf mich losgelassen. Mit einer einfachen Abmahnung an mich wäre er sogar durchgekommen und hätte sich zusammen mit einem <strong>Anwalt</strong> sogar noch ein paar Brotkrumen teilen können.</p>
<p>Und was war nach ein paar Jahren nun so lustig? Die Geschichte aus dem Jahre 2004 war für mich längst abgeschlossen, als ich 3 jahre später den dicken Brief eines Ulmer Anwalts-/Steuerbüros im Briefkasten hatte. neugierig öffnete ich den Umschlag und als erstes fiel mir der Betreff und das darin enthaltene Wort &#8220;<strong>Insolvenzverfahren</strong>&#8221; ins Auge. Verwundert las ich weiter, denn mir war nicht bewusst, dass ich pleite war.<br />
Nach einigen Zeilen wurde es mir klar. Nicht ich war insolvent, sondern der Ulmer &#8220;Journalist&#8221; . Schadenfreude ist doch immer noch die schönste. Ich muss ziemlich laut lachend vor meinem Briefkasten gestanden haben.<br />
Natürlich hatte der <strong>Insolvenzverwalter</strong> meine unebzahlte Rechnung gefunden. Diese Summe forderte er nun von mir ein. Also einfach die Mail von vor 3 Jahren auch an diese Bude forwarden und das wars dann. Nie wieder was von den Vögeln gehört&#8230;</p>
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